»Transcorporealities«

November 2019

02Nov(Nov 2)19:0003(Nov 3)2:00»Transcorporealities«Museum Ludwig, Heinrich-Böll-Platz, 50667 Köln Tour:Tour CityArt:Ausstellung

Veranstaltungsdetails

Ausgangspunkt der Ausstellung ist das Konzept der Durchlässigkeit von Körpern. Posthumanistische und neue materialistische Theorien begreifen menschliche wie nichtmenschliche Körper als offene Systeme, die sich im dauerhaften Austausch mit ihrer Umwelt befinden — jenseits von Dualismen wie Natur und Kultur, Mensch und Maschine, Subjekt und Objekt oder Individualität und Gemeinschaft.
Die Idee der Transkorporalität lässt sich auch auf das Museum anwenden: In stetigen Beziehungsprozessen durchdringen sich darin diverse soziale, biologische, technologische, wirtschaftliche, politische und sprachliche Systeme. Vor diesem Horizont aktiviert die Ausstellung einen Bereich des Museums, der sich durch seine Fensterfronten und Glastüren an zwei Seiten öffnet und frei zugänglich ist: das Eingangsfoyer. Als Transitraum bildet es eine Art Membran — einerseits um das sensible Innenleben der Institution vor äußeren Einflüssen zu schützen, andererseits um ihre
Poren für die Umwelt zu öffnen und somit ihre Atmung zu ermöglichen. Die künstlerischen Arbeiten reagieren unmittelbar auf den Raum, schaffen neue Mikroarchitekturen,
inkorporieren die bestehende Einrichtung oder legen venenartige Fährten in die Sammlung. Die Werke sind immersiv, prozessual oder performativ. Mitunter entziehen sie sich bewusst der
materiellen Fassbarkeit.